Rassegeschichte

Wahrscheinlich wurden die Enten mit der aufrechten, pinguinähnlichen Körperhaltung schon vor einigen Jahrhunderten als Legeenten unter den spezifischen Entenhaltung  der asiatischen bäuerlichen Entenhaltung (Reiskulturen, Weidegang in natürlichen Sumpfgebieten) gehalten.

Nach Englang gelangen in der ersten Hälfte des 18 Jahrhunderts mehrmals Pinguin-Ente

Um 1880 muß die Pinguin-Ente, die es im braunen, rötlichen und graubunten Farben gegeben haben soll, in den Zoos von London und Berlin ausgestorben sein.

1860 wurden von einem Kapitän aus Indien ein Erpel und drei Enten mit nach England gebracht. Er schenkte sie einem Freund, der als Landwirt ansässig war. Einige Jahre später ist durch den selben Kapitän eine zweite Sendung Indischer Laufenten nach England gekommen. Möglicherweise stammen alle heutigen Laufenten von diesen beiden vor 70 Jahren importierten Stämmen. Selbst in England iste die Laufente anfangs unbeliebt gewesen. Erst als 1895 auf der Krystallpalast-Schau in London eine Klasse für Laufenten aufgestellt war und eine Musterbeschreibung veröffentlicht wurde, lenkte sich die Aufmerksamkeit der Züchterwelt auf diese eigenartige Entenrasse.

In England fanden die " Indian Runner " aufgrund ihrer guten Legetätigkeit, die sich auch über die Wintermonate erstreckte, große Beliebtheit. Besonders in der Grafschaft Northumberland wurden Laufenten schon bald in Großzuchten vermehrt.

1896 kam der erste Stamm nach Deutschland, von einem der besten englischen Züchter. Und da auch hier in Deutschland die Enten schon wenige Tage nach ihrer Ankunft zu legen begannen, wurden noch mehr Stämme geordert und nach Deutschland importiert. Im Laufe der nächsten Jahr, wurden hunderte Laufenten aus England eingeführt und weiter gezüchtet.

Seit 1990 hatten deutsche Laufentenzüchter sowohl die Leistungsfähigkeite als auch den Rassewert stets verbessert.

 
    Wie in England gab es zunächst zwei Zuchtrichtungen. Eine leichtere dem heutigen Typ ähnelnde und eine schwerere, die aber zunehmend an Bedeutung verlor. Laufenten bewährten sich besonders in den zwanziger und dreißiger Jahren, als eine rege Nachfrage nach Enteneiern bestand.

    Es wurden Tiere gezüchtet, deren Legeleistung alle Erwartungen weit übertraf. Früher galten Enteneier als Delikatesse. Heute sind sie etwas in Verruf geraten, da sie anfälliger für Paratyphus- und Salmonellenbefall sind als Hühnereier. Enteneier, die in den Handel gebracht werden, müssen einen Stempelauf-druck "Entenei, 8 Minuten kochen" tragen. Die hohe Fruchtbarkeit bei fehlendem Bruttrieb, gilt heute als die bemerkens-werteste Eigenschaft.Sie wurde erstaunlicherweise ohne Anwendung moderner Zucht- und Selektionsmethoden erreicht.

    Laufenten legen bis zu 200 Eier jährlich. Enteneier sind etwas größer als Hühnereier und wiegen 60-75 Gramm. Die Schale ist etwas dicker.

     

Allgemein gesagt:

" Laufenten fressen Schnecken, Pflanzen aber lassen sie weitgehend unbeachtet. Das macht sie zu idealen Gartenhelfern. Außerdem haben sie nur kleine Flügel und können deshalb nicht davonfliegen. Aber sie laufen flink und leichtfüßig auf ihren langen Beinen, sind hoch aufgerichtet, schlank, grazil, temperamentvoll und von freundlichem Wesen."