Pflege und Futter

Um gesund und munter zu bleiben, brauchen Laufenten artgerechte Lebensbedingungen:

 Laufententen fühlen uns nur wohl im Team. Also zwei, oder noch mehr, das ist gut. Eine einzelne Ente stirbt vor Einsamkeit.

Eine Gefahr ist "Schneckenkorn".  Die Laufenten bekämpfen die Schnecken sehr erfolgreich. Aber einige dumme Menschen lassen die Enten vergiftete Schnecken fressen und wundern sich, wenn sie am Gift sterben. Natürlich würden Sie das niemals tun. Auch sonst verwenden Sie kein Gift im Garten. Oder?

Futter ist nicht teuer: Jeden Morgen ein Müesli aus Weizen-, Mais- und Gerstenschrot sowie Wasser oder Weizen/Gerste gebrochen, Kartoffeln u.s.w. Das Getreide gibt es z.B. bei einem Landhandel oder bei einem Bauern in Ihrer Nähe. Nur bei erheblichen   Minustemperaturen darf kein Wasser ins Futter. Es würde ja zu einem Eisklumpen erstarren. Dann ist Fertigfutter besser geeignet, weil es auch trocken gefressen wird.

Taubengrit besteht aus Steinchen und zerstoßenen Muschelschalen. Die Steinchen helfen im Magen zu große Körner zu zermahlen. Die Muscheln liefern Kalk für unsere Knochen, für die Eier während der Legesaison, für  Nerven, für  Widerstandskraft und vieles mehr.

Täglich frisches Trinkwasser muss auch sein. Immer. Sonst bleiben den Enten die Schnecken im Halse stecken, und sie müssen ersticken. Am besten das Wasser in einem niedrigen Eimer. Bei einer Schüssel könnten unsere Läufer einfach nicht widerstehen und würden darin baden.

Pflegeaufwand:

Der Pflegeaufwand ist minimal: morgens Stalltür öffnen, Wasser, Futter, abends Stalltür schließen, gelegentlich das Stroh im Stall erneuern.

 

Winter:

Laufenten sind absolut winterhart. Unsere halten sich auch bei -15 grad draußen auf und liegen im Schnee.

 

Mauser:

Wenn Ihre Laufenten auffallend viele Federn verlieren und sogar etwas zerzaust und struppig aussehen, dann handelt es sich vermutlich um die Mauser. Seien Sie unbesorgt, alles befindet sich in bester Ordnung. Die Mauser ist keine Krankheit! Im Sommer und im Herbst wechseln alle Enten ihr Gefieder.

Besonders auffällig ist es beim Erpel: Nach der Herbstmauser zeigt er sich in voller Farbenpracht, meist mit grün glänzendem Kopf. Aber nach der Sommermauser ist sein Gefieder für einige Wochen dem seiner weiblichen Gefährtin ähnlich. Im Herbst wechselt er dann wieder sein Aussehen und ist farbenprächtig wie zuvor.

 

Laufenten und Hühner

Die Enten sind friedfertig. Gefahr geht höchstens von den Hühnern aus. Wenn überhaupt. Das Trinkwasser für die Hühner sollte aber etwas erhöht und für die Enten unerreichbar hingestellt werden, weil letztere in wenigen Minuten Wasser in Schlamm verwandeln.

 

Laufenten und Hunde

Unser Hund hat noch nie Jagd auf unsere Laufis gemacht und würde diese sogar gegen jeden Angreifer verteidigen. Aber es gibt auch viele Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb. Unterschätzen Sie vor allem nicht die kleinen Rassen. Teckel und Yorkies sind Jagdhunde. Der Pudel ist sogar speziell für die Entenjagd gezüchtet worden. Die flugunfähigen Laufis haben auch gegenüber den kleinen Hunden absolut keine Chance.

 

Giftpflanzen

Laufenten haben kein großes Interesse an Pflanzen. In meinem Garten wachsen reichlich Giftpflanzen (Efeu, Goldregen, Blauregen, Blasenstrauch u.a.), aber noch nie hat eine meiner Laufenten Vergiftungsanzeichen gezeigt. Aber Vorsicht bei Rasenpilzen diese können für die Laufenten giftig sein oder wie ich schon beobachtet habe zu Lähmungserscheinungen führen.

 

Lautstärke

Die weiblichen Tiere haben eine sehr laute Stimme.  Die Erpel, also die Männchen, können nur leise wispern. Wer nicht ländlich, sondern in einer normalen Siedlung wohnt, der sollte besser nur Erpel halten. Außerdem sind diese farbenprächtiger als die Weibchen. Es ist keineswegs unnatürlich, ausschließlich Männchen zu halten, denn in freier Wildbahn herrscht ein großer Erpelüberschuss, so dass sich Junggesellengruppen bilden.

 

Herdenverhältnis

Folgende Konstellationen sind  falsch:

* ein einzelnes Tier

* nur weibliche Enten

* gemischte Gruppen, in denen es mehr männliche als weibliche Tiere gibt.

 

Folgende Konstellationen sind immer richtig:

* ein weibliches und ein männliches Tier

* zwei Erpel

Folgende Konstellationen sind meistens richtig:

* ein Erpel und bis zu 5 Mädels

* zwei Erpel und 2 bis 10 Mädels

* drei Erpel und 3 bis 15 Mädels usw.

Wenn es deutlich mehr Mädels als Jungs gibt, dann werden nicht alle Eier befruchtet, dann zeigt sich schnell, wer zu den Favoritinnen zählt und wer zu den Mauerblümchen. Bei einem Wechsel des Erpels (z.B. zur Vermeidung von Inzucht) werden die Rollen neu verteilt. So manches Mauerblümchen wird plötzlich umschwärmt, und Favoritinnen werden ignoriert. Die Zahl der Mädels sollte also nicht gar so groß sein, damit alle zufrieden sind.

 

Was wir Laufenten NICHT essen sollen/dürfen!

Normalerweise wissen wir selbst ganz genau, was gut für uns ist. Achte bitte trotzdem darauf, dass Du uns keine giftigen Dinge fütterst, vor allen keine:

Avocados

Risspilze (wenn Du solche im Garten findest, bring sie bitte weg!)