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Brut und Aufzucht
Zusammenfassung:
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Laufenten wurden früher wg.
ihrer guten Legeleistung
gehalten
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Enteneier galten als Delikatesse
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Weil etwas anfälliger auf
Salmonelle- und Paratyphusbefall
heute weniger verbreitet
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Laufenteneiner sind etwas größer
als Hühnereier und haben eine
dickere Schale – sie wiegen ca.
60-75 Gramm (Hühnereiner: ca. 53
- 75 Gramm)
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Im
Geschmack sind Laufenteneier
denen von Hühnern in etwas
gleich, der Dotteranteil ist
aber höher
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Da
Laufenten zu den „Legerassen“
gehören, waren siefrüher auch wegen
unserer hohen Legeleistung sehr
beliebt.
Angeblich gibt/gab es Laufenten, die
bis zu 250 Eier pro Jahr legen!
Normalerweise kann man aber mit
einer Legeleistung von ca. 100-160
Eiern pro Jahr rechnen .
Unsere Eier sind im Vergleich zu
Hühnereiern etwas größer und haben
eine härtere/dickere Schale.
Außerdem sind sie etwas spitzer und
wiegen meist ca. 60-75 Gramm (das
schwankt aber natürlich je nach
Rasse, Alter und Futter)
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Die Laufenten
beginnen schon im Winter mit der
Balz, das Paar nickt einander zu und zeigt so sein sexuelles
Interesse. Vereinzelt kommt es auch zum Geschlechtsakt.Der Erpel
hält sich dabei mit dem Schnabel im Halsgefieder des Weibchens
fest. Leider gibt es einen großen Erpelüberschuss. Immer
wieder versuchen Junggesellengruppen, ein weibliches Tier zu
vergewaltigen. Stürzen sich mehrere Erpel gleichzeitig auf ein
Weibchen.
Für uns bedeutet das, wir dürfen
in unserer gemischten Herde nicht mehr männliche als weibliche
Enten haben.
Im Februar oder März beginnt die
Eiablage. Das Weibchen baut ein Nest in geschützter Lage und
legt meist 12 bis 20 Eier hinein. Dann brütet die Ente 28 Tage,
während der Erpel das Gelege und die Partnerin gegen Angreifer
zu verteidigen versucht, was ihm aber nicht immer gelingt.
Hunde, Fuchs, Marder, aber auch spielende Kinder stellen die
größten Gefahren dar.
Buschgruppen mit schirmartigem
Wuchs (Pflanzenliste siehe Nr. 15) laden ein, in ihrer Deckung
ein Nest zu bauen und Eier hineinzulegen. Nun können Sie
versuchen, das Nest mit Inhalt vorsichtig in eine große
Transportbox (40 x 40 x 60 cm) zu verfrachten. Mit etwas Glück
brütet die Ente in der Box, mit der sie abends in den Stall
gebracht wird, wo sie vor Fuchs und Marder geschützt ist.
Natürlich kann die große Transportbox auch von vornherein im
Stall stehen und bereits ein von Ihnen aus Stroh gebautes Nest
enthalten. Einige große Hühnereier, die Sie mit einem Punkt aus
Nagellack gekennzeichnet haben, animieren die Ente, nicht mehr
im Gebüsch, sondern hier ihre Eier zu legen. Die Hühnereier
werden selbstverständlich nach und nach entfernt. Während des
Brütens braucht die Ente Zugang zum Wasser, damit sie das Gelege
anfeuchten kann. In der ganzen Zeit des Legens und Brütens ist
jede Aufregung von der Ente fernzuhalten!
Weil die Enten-Damen leicht zu
verunsichern sind und dann ihr Gelege verlassen, ist die
Kunstbrut eine echte Alternative. Aber auch hierfür ist ein
lauschiges Plätzchen für die Eiablage notwendig. Eier, die in
Ermangelung einer artgerechten Örtlichkeit einfach in den Dreck
gelegt wurden, sind auch für die Kunstbrut ungeeignet. Und
selbstverständlich müssen die Eier befruchtet sein.
Die eingesammelten Bruteier
lagern wir in ganz normalen Eierkartons in der kühlen
Speisekammer. Täglich müssen die Eier in ihrer Lage verändert
werden. Deshalb liegen die Eier in einer flachen Obstpalette,
die abwechselnd rechts und links auf etwas aufgesetzt wird. So
kippen die Eier täglich in und her. Die Eier können bis zu 3
Wochen gelagert werden, die Enten sammeln ja auch die Eier im
Nest, bis sie sich zum brüten entscheiden.
Aber bitte die
Eier nicht säubern, auf ihnen befindet sich eine Schutzschicht
die gegen eindringende Keime und Bakterien schützt.
In der Brutmaschine müssen Sie
für konstante 37,5 Grad Celsius und mindestens 75 %
Luftfeuchtigkeit sorgen. 30 Tage dauert ca. die Brut. Die Eier
werden manuell oder automatisch bewegt, damit der Embryo nicht
an der Schale anwächst. Täglich müssen alle Eier mit Wasser
besprüht werden und 10 Minuten außerhalb des Brutraumes lüften.
Nach einer Woche schieren (=durchleuchten) Sie die Eier. Die
unbefruchteten erscheinen hellgelb. Die befruchteten zeigen
einen dunklen Fleck, später auch rote Äderchen. Zum ende hin
sind die Eier fast komplett dunkel ausgefüllt.
Nach dem 26. tag sollten die
Eier nicht mehr gewendet werden. Da die Kücken jetzt ihre
Schlupfposition einnehmen.
Wie ziehe ich die Küken auf?
Natürlich:
Bei der Naturbrut müssen Mutter
und Kinder für mindestens eine Woche an einen Ort verbracht
werden, der 1 m² groß ist und vor Hitze, Kälte, Zugluft, Regen
und Katzen geschützt ist. Sie füttern "Enten- und Gänsestarter"
und stellen eine spezielle Kükentränke auf, die Sie häufig (ca.
jede Stunde) nachfüllen müssen. Sobald die Kleinen kräftig genug
erscheinen, können sie mit ihrer Mutter unter Ihrer Aufsicht
einen kurzen Spaziergang (max. 5 Minuten) machen und danach
ausgiebig verschnaufen. Am folgenden Tag darf die Wanderung
schon etwas länger sein. Bald übernehmen der Vater und alle
anderen Enten ihre Aufsichtspflicht. Die Idylle ist perfekt.
Kunstbrut:
Die Küken dürfen die
Brutmaschine erst verlassen, wenn die Flaumfedern völlig
getrocknet sind. Nun setzen Sie die Winzlinge in ein "Kükenheim"
oder in einen großen, schwarzen Mörtelkübel aus Plastik (in
jedem Baumarkt erhältlich) und hängen eine Rotlichtlampe
darüber, damit die Piepser nicht frieren. Das Rotlicht bekommen
Sie z.B. beim Landhandel. Im Idealfall liegt die Temperatur bei
37 Grad Celsius minus 1 Grad je Lebenstag, d.h. nach einer Woche
30 Grad Celsius.
Natürlich stellen Sie auch hier
eine Kükentränke mit Wasser und ein Schüsselchen Enten- und
Gänsestarter bereit, aber die Kleinen haben niemanden, der ihnen
zeigt, was sie essen und trinken können. Deshalb legen Sie eine
glänzende Münze ins Wasser und einige bunte Smarties ins Futter.
Die Küken picken danach und lernen so zu essen und zu trinken.
Nun können Sie das Wasser auch in einem tieferen Napf servieren,
in dem einige dicke Steine liegen müssen, damit kein Küken
hineinfällt und erfriert.
Im Alter von 1 bis 3 Wochen - je
nach Witterung - ziehen die Kleinen um nach draußen. Aber auch
jetzt noch müssen sie geschützt werden vor Hitze, Kälte, Wind,
Regen, Katzen, Elstern, Krähen und Greifvögeln. Bewährt hat sich
ein Laufstall (2 x 2 m, Holz und Kaninchendraht), der mit einer
wasserdichten Plane bedeckt ist. Geschlafen wird anfangs noch im
warmen Haus.
Wenn die Kleinen ca. vier Wochen
alt sind, dürfen sie im Garten herumlaufen und erhalten das
gleiche Futter wie die Erwachsenen. Übernachtet wird nun im
Stall. Allmählich zeigen sich richtige Federn, und Sie können
erahnen, wie das fertige Gefieder aussehen wird.
Mit etwa einem Monat beginnen
alle Küken zu quaken. Aber kurze Zeit später kommen die kleinen
Jungs erneut in den Stimmbruch. Zwischen der 6. und der 8. Woche
erhalten die Enten ihre endgültige Stimme; die Mädchen lassen
ein tiefes, lautes Quaken hören, während die Jungs nur heiser
wispern können.
Im Alter von 2 Monaten ist das
Gefieder nahezu perfekt, und die Enten sind groß genug, in ein
neues Zuhause umzuziehen.
Ente oder Erpel
Vor allem an der Stimme. die
Enten plärren sehr laut uns ständig regen sie sich auf. Die
kleien Erpel quakten immer mal kurz und leise. .Außerdem haben
Erpel meist ein farbenprächtiges Gefieder das sich ab ca. der 8
Woche zu erscheinen beginnt. Später bekommen dann die Erpel eine
Schwanzlocke.. |